Erfahrungsbericht Presse
Alles muss wahnsinnig schnell gehen. Die Aktualität ist so
entscheidend, wie die Hundertste Sekunde im Leistungssport.
Es folgt ein kleiner Auszug einer ganz gewöhnlichen Redaktionskonferenz:
Thema: "Krisengipfel in Kioto"
Wirres Durcheinander, Wortfetzen, viele Fragen: "Wollen wir
es schreiben?", "Können wir es bringen?", "Was
wissen wir was andere nicht wissen?", "Woher bekommen
wir die Bilder?", "Wird es bei unseren Lesern ankommen?".
All diese Fragen stehen im Raum und die Antworten lassen auf sich
warten. Das größte Problem ist hier die Zeit. Sie ist
grundsätzlich zu kurz.
Holt die Zeit die Redakteure mal wieder ein, so muss eine schnelle
Entscheidung her. Deshalb steht die Teamarbeit an erster Stelle.
Der Redaktionsleiter ist in einer Redaktion unabkömmlich. Er
stoppt die wirrsten Diskussionen und bringt sein Team auf den Boden
der Tatsachen zurück (
wenn er den Moment nicht selbst
verpasst...)
Ist diese Arbeit erledigt, haben wir natürlich noch keine fertige
Zeitung. Jetzt müssen erst noch alle Artikel geschrieben werden,
um dann in den endgültigen Druck gehen zu können. Hinzu
kommen die individuellen Anzeigen, der Stellen bzw. Immobilienmarkt
und Sonderberichterstattungen.
Alles fließt im Verlag zusammen. Die logistischen und organisatorischen
Aufgaben, die während der Produktion einer fertigen Zeitung/Zeitschrift
anfallen, liegen in den Redaktionen, den Anzeigenabteilungen, aber
auch in der Werbeabteilung oder dem Vertrieb.
Erst wenn alles zusammenwirkt kann daraus eine Zeitung/Zeitschrift
entstehen, die sich auf dem Markt sehen lassen kann.
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